Gesundheitstipp: Sonne ohne Reue

Rotkreuz-Arbeitsmedizinerin Birgit Kager gibt Tipps für den gesunden Umgang mit der Sonne.

 

Der menschliche Körper ist auf Sonnenlicht angewiesen und kann ohne Sonne nicht leben. Gleichzeitig verursacht die UV-Strahlung gesundheitliche Schäden bis hin zum Hautkrebs. Sonnengenuss mit Maß und Ziel lautet also der goldene Mittelweg.


Wie neuere Studien zeigen, ist der Körper ist auf UV-Strahlung angewiesen, um Vitamin D zu produzieren. Viele Forscher raten daher inzwischen zu einem Sonnenbad, denn das Sonnen-Vitamin hilft sogar bei der Krebsvorbeugung.

 

Vitamin D ist eigentlich eine Vorstufe für mehrere Hormone, die den Kalziumhaushalt des Körpers regulieren. Kommt es zu einem Mangel, wird nicht mehr genügend Kalzium aufgenommen, und der Körper mobilisiert das Mineral aus den Knochen. Rachitis war zu Beginn des 20.Jahrhunderts oft die schlimme Folge.

 

Klinische Studien belegten, dass Vitamin D das Risiko mindert, an Darm- und Brustkrebs zu erkranken und einer Vielzahl weiterer Leiden wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose vorbeugt.

 

Vitamin D kommt zwar in Lebensmitteln wie Eigelb vor, aber es kann nur zu einem geringen Teil durch die Nahrung aufgenommen werden.

 

Schutzfaktor Haut

 

Unsere Haut hat sogar ihren eigenen Schutzmechanismus gegen die schädliche UV-Strahlung eingebaut: Wer sich beim Bräunen Zeit lässt, gibt den Melanozyten in der Oberhaut die Gelegenheit, das Pigment Melanin einzulagern. Die Pigmente entfalten nach etwa zwei Wochen einen Schutzschirm, mit dem sie das tiefer liegende Gewebe abschirmen. Dennoch sollte man nicht auf den Sonnenschutz aus der Tube verzichten. 

 

Schattenseit der Sonne

 

"Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung, erhöhtes Hautkrebsrisiko und Schäden an der Netzhaut der Augen verbunden mit Sehstörungen gehören zu den negativen Folgen von übermäßigem Sonnengenuss", warnt Rotkreuz-Arbeitsmedizinerin Birgit Kager. Ihre Tipps für einen gesunden Umgang mit der Sonne:

 

• Meiden Sie wenn möglich den Aufenthalt in der prallen Sonne speziell um die Mittagszeit! Bleiben Sie lieber im Schatten. Auch im Schatten wird man braun – sogar ohne Sonnenbrand!


• Wenn Sie sich in der Sonne aufhalten: Beachten Sie, dass ungeschützte Haut die Sonnenstrahlung nur für etwa 10 – 30 Minuten verträgt (in Abhängigkeit vom Hauttyp). Benützen Sie daher eine gute Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 20, besser aber noch höher!). Die Creme sollte auch gegen UV-A-Strahlung schützen.

 
• Cremen Sie sich schon etwa eine Viertelstunde vor dem Aufenthalt im Freien ein.


• Nach dem Baden oder nach stärkerem Schwitzen sollten Sie „nachcremen“. Beachten Sie, dass Sie auch im Wasser einen Sonnenbrand bekommen können.


• Besonders empfindlich gegenüber UV-Licht sind blonde, hellhäutige Menschen. Diese sollten sich besonders gut vor UV-Strahlung schützen! 
Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören: Versuchen Sie nicht, mit Gewalt braun zu werden – auch blasse Haut kann sehr attraktiv sein.


• Auch durch Kleidung und Kopfbedeckungen können Sie Ihre Haut vor UV-Strahlung schützen. Das gilt besonders für Arbeiten im Freien.


• Verzichten Sie beim Sonnenbaden auf Parfums – diese können hässliche Pigmentflecke auf der Haut verursachen. Vorsicht ist auch mit Medikamenten geboten - manche Antibiotika, die Antibabypille oder auch Malariamittel machen die Haut empfindlicher gegen UV-Strahlung.


• Tragen Sie Sonnenbrillen, speziell beim Aufenthalt an Gewässern oder im Gebirge. Eine gute Sonnenbrille sollte UV-Strahlung komplett herausfiltern – fragen Sie beim Kauf danach und investieren Sie lieber ein paar Euro mehr!


• Glas (auch herkömmliches Fensterglas) lässt nur einen Bruchteil der UV-Strahlen durch. Mit einer Schädigung von Haut oder Augen ist also hinter einem geschlossenen Fenster nicht zu rechnen!


• Kinder sind auf UV-Strahlung besonders empfindlich! Lassen Sie Kleinkinder deshalb nicht in der prallen Sonne spielen. Ein Sonnenschirm oder ein Sonnensegel tut hier gute Dienste. Schützen Sie Ihre Kinder zusätzlich durch entsprechende Kleidung, Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Sonnencreme mit besonders hohem Lichtschutzfaktor.


• UV-Licht (auch in Solarien) erhöht nachweislich das Risiko für Hautkrebs und für seine Vorstufen. Wenn Sie passionierter „Sonnenanbeter“ sind, sollten Sie einmal jährlich zum Hautarzt gehen! Je früher ein Hautkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen.


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